Die Welt erstarrt in zartem Blau,

ein Atemzug malt Silberschnee.

Im Wipfel ruht des Jahres Schau,

ein Sternenkleid legt sich zum See.

Am Horizont brennt weiches Licht,

ein Morgenrot aus Kerzenschein.

Die Schatten tragen ein Gedicht,

gewebt aus Träumen, zart und fein.

Ein Kinderschritt durch knirschend Eis,

die Luft von Harz und Wärme schwer.

Ein Engel flüstert leis’ und weiß,

die Zeit verschenkt sich immer mehr.

Die Stunde schweigt, die Nacht erzählt

von Hoffnung, die den Frost umarmt.

Ein Herz, das glüht, was wirklich zählt,

ein Frieden, der den Winter wärmt.

Und hoch im Baum ein goldner Kreis,

die Welt vergisst, was Kälte war.

Die Liebe lebt, sie macht uns leis’,

sie leuchtet ewig, rein und klar.