Ein Flüstern zieht durch Wurzelnacht,
der Frühling atmet, leise lacht.
Die Erde öffnet still ihr Herz,
vergisst den langen Winter-Schmerz.
Ein Tropfen fällt auf kalten Stein,
im Schimmer wächst ein Keim so fein.
Die Zweige tragen zarte Träume,
in grünem Licht erwacht der Räume.
Ein Regen tanzt auf müder Haut,
die Welt wird neu, ihr Duft vertraut.
Ein Vogel singt ein Lied vom Sein,
vom Leben, das bricht Stein um Stein.
Die Zeit steht still, doch wächst im Grund
ein neuer Takt, ein tiefer Bund.
Der Frühling ruft: „Vertraue mir,“
und alles lebt, jetzt, hier und hier.