Ein Lufthauch wiegt die junge Erde,

im Schatten tanzt ein sanftes Licht.

Was schlief, erwacht und wird Gebärde,

die Zeit erblüht im Angesicht.

Ein Regen küsst das kahle Schweigen,

aus Tropfen wachsen erste Töne.

Die Zweige neigen sich und zeigen

dem Himmel eine grüne Krone.

Ein Duft, der ungezähmt verweht,

erfüllt die Luft mit stillen Farben.

Wo Samen lag, von Wind genäht,

beginnt das Leben sich zu laben.

Im Aufbruch strömt ein leises Beben,

die Wurzeln fassen neuen Grund.

Ein Frühling, voll von stillen Leben,

macht selbst die tiefsten Wunden rund.