Ein Schleier hebt sich, still und sacht,

im Tau erstrahlt die junge Nacht.

Wo Erde ruht in tiefem Schlaf,

zieht Grün hervor, wird sanft und brav.

Ein Flüstern eilt durch jeden Hain,

verspricht, was war, wird neu gedeih’n.

Die Knospen prangen, stolz und klar,

der Himmel malt, was Hoffnung war.

Ein Tropfen fällt, ein Tanz beginnt,

der Frühlingshauch streift Wange, Kind.

Die Blüten klingen, hell und rein,

ihr Duft ist eines Lebens Sein.

Wo Dunkel stand, wächst helles Licht,

der Morgen leuchtet im Gesicht.

Ein Neubeginn, ein leises Hoffen,

die Türen sind zum Leben offen.