Ein Schleier hebt sich, sanft und still,

der Winter haucht sein letztes Lied.

Im Morgengrau, ein leiser Will’,

der zarte Duft, der Neubeginn beschied.

Ein Tropfen küsst den müden Zweig,

die Knospen träumen grün empor.

Am Himmel weht ein Wolkenreigen,

wie eine Zukunft, licht und chor.

Die Wiesen leuchten, bunt bestickt,

ein Teppich voller Hoffnungssaat.

Die Vögel singen ungeschickt,

ein Lied, das sich in Herzen paart.

Wo Dunkel lag, wird alles weit,

der Frühling ruft: „Hier bin ich nun!“

Ein Funkeln keimt, ein Farbenkleid –

die Welt darf neu erblühen und ruh’n.