Ein Hauch von Grün, ein zarter Schein,

der erste Atem, mild und rein.

Das Land, vom Schlaf noch halb umfangen,

lässt sich von Sonnenfingern bangen.

In Fliederzweigen regt sich Flüstern,

als wolle jeder Knospen Kichern.

Ein Teppich aus Gänseblümchen fein

breitet sich aus im Wiesenhain.

Der Himmel spannt sein zartes Blau,

der Wind trägt Duft von Tau und Schau.

Ein Kranichzug zieht in den Tag,

als Antwort auf den Frühlingsschlag.

Die Erde schimmert frisch und weich,

ein Reich der Farben, ohne Gleich.

Was tief verborgen, wagt sich vor,

der Frühling öffnet jedes Tor.