Ein Wispern steigt aus Wurzeltiefen,
durch Erde, die im Schlaf noch ruht.
Die ersten Farben, kaum gegriffen,
entzünden leise Lebensglut.
Ein Blütenhauch weht übers Land,
wie Seide, die den Himmel küsst.
Wo Kälte lag, wächst nun der Strand
von Licht, das keine Schatten misst.
Ein Bach beginnt im Sonnentanz,
sein Lied aus klaren Klängen sacht.
Im grünen Kleid des Zweiges glanz
erstrahlt, was neu erwacht.
Die Luft schmeckt süß, wie Aprikosen,
im warmen Wind ein leiser Hauch.
Der Frühling, in sich unverdrossen,
zieht Leben aus des Winters Bauch.