Ein sanfter Streif aus Morgenblau,

durchbricht die dichten Nebelflecken.

Der Erde Herz schlägt warm und lau,

verdrängt das Grau aus kalten Ecken.

Ein Rufen trägt der Himmel weit,

aus Vogelschwingen, frei und klar.

Die Zeit erwacht im bunten Kleid,

die Luft duftet nach Blütenhaar.

Ein Tropfen glitzert, hold und rein,

am Grashalm, frisch vom Regenkuss.

Die Sonne bricht in jeden Stein,

verwebt die Welt in sanften Fluss.

Ein Leben regt sich, leis und sacht,

in Wipfeln, Wiesen, Wurzeltiefen.

Der Frühling hat den Tag entfacht,

mit Wundern, die im Schatten schliefen.