Ein Hauch von Licht im frühen Grau,

wie Tau, der küsst das Wiesenblau.

Die Erde regt sich, still und leis,

aus Winters kaltem, starren Kreis.

Ein Knospenflüstern, zart und klar,

erzählt, was einst verborgen war.

Die Zweige dehnen ihren Raum,

im Morgenlicht ein grüner Traum.

Der Himmel, mild in sanftem Schein,

zieht Wolkenschleier, leicht wie Stein.

Ein Frühlingsregen fällt so sacht,

er weckt das Land aus tiefer Nacht.

Das Herz der Welt schlägt warm und weit,

ein Neubeginn, ein Lied der Zeit.

Die Farben kehren, singen frei:

Der Frühling lebt – und alles sei.