Ein leiser Ruf, durch Nebel dicht,
weckt müde Schatten, lockt das Licht.
In Zweigen, die den Winter trugen,
erklingt ein Lied, ein zartes Fügen.
Der Boden atmet, sanft befreit,
in Tau gebettet, Glanz verleiht.
Ein Teppich aus Vergissmeinnicht
erstrahlt, als sei er Himmelslicht.
Ein Flügelschlag, ein Blätterzittern,
durchbricht die Ruhe, lässt sie splittern.
Ein Strom von Farben, wild und klar,
macht karge Felder wunderbar.
So kehrt das Leben still zurück,
im Wandel blüht verborgenes Glück.
Der Frühling spricht in stiller Pracht:
“Erhebt euch, Welt, die Zeit erwacht.”