Ein Flüstern zieht durch Baum und Strauch,

wie Atem, der im Morgenrauch

die Zweige kitzelt, sanft und sacht,

den Winter löst in milder Pracht.

Die Wiese öffnet grünen Schoß,

aus Samenkörnern sprießt das Los.

Ein Farbenspiel entfacht den Grund,

die Erde lacht, der Himmel wund.

Im Regen tanzt ein erster Keim,

der Tropfen webt sich still ins Heim.

Ein Lichtstrahl küsst den jungen Spross,

entführt die Kälte, sanft und groß.

So formt sich Leben, still und rein,

in jedem Ast, in jedem Stein.

Der Frühling haucht, was neu ersteht,

ein Lied, das ewig weitergeht.