Im Schatten des Frosts, wo die Zeit noch ruht,

entfacht ein Flüstern die erstarrte Glut.

Ein Tropfen schmilzt, ein Zweig erwacht,

der Frühling steigt aus der langen Nacht.

Die Wurzeln zittern, die Knospen singen,

durch Erde und Himmel klingt leises Klingen.

Ein Teppich aus Farben webt sich ins Land,

von unsichtbarer, magischer Hand.

Die Winde tanzen mit Blüten im Haar,

ein Fluss von Düften wird offenbar.

Das Licht, ein Maler, so kühn und rein,

schafft aus Schatten ein goldenes Sein.

Oh Frühling, du Hüter der ewigen Kraft,

bringst Leben, das schläft, zur leuchtenden Haft.

Ein Rätsel bist du, ein flüchtiges Sein,

doch in deinem Glanz kehrt die Welt heim.