Ein Schleier aus Stille legt sich aufs Land,

der Frost malt Sterne mit unsicht’ger Hand.

Im Atem der Nacht, so klar und weit,

webt sich ein Traum durch die Dunkelheit.

Die Tannen träumen im silbernen Kleid,

ein Flüstern von Wundern liegt nicht mehr weit.

Die Luft schmeckt nach Früchten, nach Zimt und nach Licht,

die Zeit hält den Atem – die Eile zerbricht.

Kerzen erheben ihr zögerndes Glühn,

wie Boten, die von Verheißung sprühn.

Ein Tisch, gedeckt mit Wärme und Brot,

ist Anker im Meer der Zeitennot.

Und während die Glocken die Stunde erzählen,

spürt jeder: Das Herz kann die Weite wählen.

Im Glanz der heimlichen Weihnachtszeit

kehrt Frieden ein – unendlich weit.