Ein Herz schlägt auf im stillen Land,

wo Frost die Felder festgebannt.

Ein Seufzen reißt den Nebel fort,

er trägt ein Lied von Ort zu Ort.

Die Bäume strecken ihre Glieder,

der Wind singt alte Lieder wieder.

Die Knospen flüstern, leise, klar,

von Wundern, die verborgen war’n.

Ein Teppich wächst aus jungen Farben,

er heilt die Narben, die sie haben.

Ein Regen küsst die Wurzeln sacht,

das Leben wird aus Schlaf gemacht.

Die Erde atmet, reift empor,

die Stille öffnet jedes Tor.

Der Frühling ruft – wer hört den Klang,

das Lied vom Neubeginn im Gang?