Ein Streifen Licht fällt auf den Grund,

zerreißt die Decke kalter Tage.

Ein Vogel wagt den ersten Ton,

und löst das Schweigen, fragt – und fragt.

Die Erde, rau und unberührt,

entlässt ihr Leben, still und sacht.

Ein Keimling, dünn wie feiner Staub,

streckt sich ins Jetzt, fast ohne Macht.

Ein Wind streicht sanft durch kahle Räume,

die Luft riecht nach Vergessenheit.

Ein Hauch von Frühling, kaum zu greifen,

kehrt in die Sinne, weich und weit.

Ein Schritt durch taugetränkte Gräser,

die Füße fremd im jungen Feld.

Was gestern starb, wird neu erzählt,

vom Anfang, der uns träumend hält.

Ein Wort aus Erde, Klang und Licht,

verbindet Spuren, die verblieben.

Ostern – das Herz, das nicht vergisst,

dass wir im Dunkeln neu geschrieben.